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Entscheide

Gymnasium

Die Schülerinnen und Schülern haben mit den drei Ausbildungsprofilen sowie verschiedenen Wahlfächern zahlreiche Möglichkeiten, ihren individuellen Bildungsweg zu beschreiten.

Das Gymnasium ist wesentlich geprägt durch eine grosse Palette von Wahlmöglichkeiten, die bereits in der Sekundarschule einsetzen und bis zur Maturität bestehen. Damit übernehmen die Schülerinnen und Schüler sowie auch ihre Berater eine grosse Verantwortung für ihre individuelle Ausbildung und die Startbedingungen für die weiterführenden Studien.

Wahl des Ausbildungsprofils

Das Gymnasium Schaffhausen bietet drei Ausbildungsprofile an:

  • Ausbildungsprofil M: Musisch-sprachlich
  • Ausbildungsprofil N: Naturwissenschaftlich-mathematisch
  • Ausbildungsprofil S: Sprachlich-altsprachlich

Das gewünschte Profil wird bei der Anmeldung für die Aufnahmeprüfung gewählt. Die drei Ausbildungsprofile werden wesentlich durch die Grundlagenfächer und die Schwerpunktfächer geprägt. Mehr Informationen dazu finden sich in den Stundentafeln auf der Seite Unterricht.

Alle drei Ausbildungsprofile führen zu einer eidgenössisch anerkannten gymnasialen Maturität. Das Ausbildungsprofil sowie die getroffenen Wahlen im Schwerpunkt-, Ergänzungs- und Kantonalen Wahlfach begünstigen oder erschweren den Einstieg in bestimmte Studien. Mehr Informationen dazu finden sich weiter unten unter Wahlfächer und Studienrichtungen.

Art der Wahlfächer

Innerhalb der Ausbildungsprofile werden den Schülerinnen und Schülern drei unterschiedliche Arten von Wahlfächern angeboten: Schwerpunktfächer, Ergänzungsfächer und Kantonale Wahlfächer. Die Wahl dieser Fächer erfolgt zeitlich gestaffelt, daraus resultiert eine jeweils unterschiedliche Unterrichtsdauer. Detaillierte Angaben zu den Wahlfächern und zu den Wahlentscheiden in den drei Profilen finden Sie unter Dokumente & Links.

 

Schwerpunktfach

Durch die Wahl des Schwerpunktfaches wird das Ausbildungsprofil wesentlich geprägt bzw. verstärkt. Aus einem begrenzten, für das Ausbildungsprofil typischen Fächerangebot wählt der Schüler ein Fach aus. Die Schwerpunktfächer setzen zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres ein und dauern drei Jahre. In allen drei Ausbildungsprofilen wird das gewählte Schwerpunktfach an der Maturität geprüft.

 

Ergänzungsfach

Die Ergänzungsfächer ermöglichen dem Schüler und der Schülerin eine Verstärkung oder komplementäre Ergänzung des Profils. In allen drei Ausbildungsprofilen werden den Schülern die sechs gleichen Fächer angeboten, eines davon muss gewählt werden. Die Wahl wird auf den Beginn des dritten Schuljahres hin getroffen. Das Fach dauert also zwei Jahre. Das gewählte Ergänzungsfach kann von der Schülerin oder dem Schüler als Maturitätsprüfungsfach gewählt werden.

 

Kantonales Wahlfach

Das breite Angebot der Kantonalen Wahlfächer in der 4. Klasse ermöglicht den Schülerinnen und Schülern eine fachspezifische Feinkorrektur im Hinblick auf die angestrebte Studienrichtung oder eine Ergänzung zum Ausbildungsprofil. Innerhalb der angebotenen Fächerpalette muss ein Kantonales Wahlfach gewählt werden.

 

Durchführung der Wahlfachkurse

Sämtliche Wahlfachkurse (Schwerpunkt-, Ergänzungsfächer und Kantonale Wahlfächer) und Freifächer können nur durchgeführt werden, wenn sich zu Beginn mindestens 8 Teilnehmer eingeschrieben haben. Begonnene Kurse werden jedoch grundsätzlich zu Ende geführt.

Wahlregeln für das Schwerpunkt- und Ergänzungsfach

Jedes Fach kann nur entweder als Grundlagen-, Schwerpunkt- oder Ergänzungsfach belegt werden.

 

Ausbildungsprofil M

Ein Kunstfach muss als Grundlagenfach bis zur Maturität besucht werden.

 

Ausbildungsprofil N

Die nicht gewählten Schwerpunktfächer müssen im Grundlagenfach besucht werden. Ein im Schwerpunktfach belegtes Fach kann nicht als Ergänzungsfach gewählt werden.

Wahlfächer und Studienrichtungen

Diese Maturität erlaubt grundsätzlich die Aufnahme aller Studienrichtungen an Schweizer Hochschulen wie

  • Universitäten
  • Eidgenössische Technische Hochschulen in Zürich und Lausanne
  • Pädagogische Hochschule Schaffhausen und andere pädagogische Hochschulen
  • Fachhochschulen für Gestaltung
  • Musikkonservatorien

Das Ausbildungsprofil sowie die getroffenen Wahlen im Schwerpunkt-, Ergänzungs- und Kantonalem Wahlfach begünstigen oder erschweren den Einstieg in bestimmte Studien. Wer zum Beispiel ein Sprachstudium anstrebt, wird durch das Ausbildungsprofil S besser vorbereitet als durch das Ausbildungsprofil N. Umgekehrt ist jemand, der zum Beispiel Ingenieurwissenschaften studieren möchte, mit dem Ausbildungsprofil N besser beraten als mit den anderen. Durch das Angebot der Wahlfächer (Schwerpunkt-, Ergänzungs- und Kantonales Wahlfach) hat die Schülerin oder der Schüler die Möglichkeit, gewisse Kurskorrekturen innerhalb des Ausbildungsprofils vorzunehmen.

Beispiele

Beispiel A
Eine Schülerin besucht die Maturitätsschule im Ausbildungsprofil M und wählt das Schwerpunktfach «Bildnerisches Gestalten». Um ein Architekturstudium an der ETH unter möglichst günstigen Voraussetzungen in Angriff nehmen zu können, wählt sie ab der dritten Klasse das Ergänzungsfach «Anwendungen der Mathematik». Um ihre Vorbereitung im naturwissenschaftlichen Bereich abzurunden, wählt die Schülerin im vierten Jahr beispielsweise das Kantonale Wahlfach Chemie oder Physik oder sogar beide Fächer.

Beispiel B
Ein Schüler besucht das Ausbildungsprofil S. Sein Ziel ist ein Elektroingenieur-Studium an der ETH. Er wählt als Ergänzungsfach Anwendungen der Mathematik und im Kantonalen Wahlfach Physik.

Beispiel C
Eine Schülerin besucht das Ausbildungsprofil S oder M und interessiert sich für ein Wirtschaftsstudium an der Universität St. Gallen. Um sich optimal darauf vorzubereiten, wählt sie nach der zweiten Klasse, in der sie eine Einführung in Wirtschaft und Recht erhalten hat, dieses Fach als Ergänzungsfach. Bei Bedarf und Interesse kann sie in der vierten Klasse das Kantonale Wahlfach im selben Fach dazu wählen.

Beispiel D
Ein Schüler besucht das Ausbildungsprofil N. Sein Wunschstudium ist Biochemie an der ETH. Mit der Wahl des Schwerpunktfachs Biologie und Chemie ab der zweiten Klasse und dem Kantonalen Wahlfach Physik in der vierten Klasse hat er sich gute Startbedingungen für sein Studium geschaffen.

Beispiel E
Ein Schüler besucht das Ausbildungsprofil M, N oder S und möchte nach der Maturität an die Pädagogische Hochschule, um Primarlehrer zu werden. Für ihn empfiehlt sich, eines der zwei musischen Fächer «Bildnerisches Gestalten» oder «Musik mit Instrument» nach der zweiten Klasse als Ergänzungsfach weiter zu besuchen und evtl. in der vierten Klasse das Kantonale Wahlfach «Werken» zu belegen.

Beispiel F
Ein Schüler besucht das Ausbildungsprofil M, wählt aber ab der zweiten Klasse eine dritte moderne Fremdsprache und möchte nach der Maturität ein Sprachstudium an der Universität Zürich anstreben. Darum belegt er gleichzeitig Latein als Freifach mit der Möglichkeit, dieses am Ende der vierten Klasse als von den Universitäten anerkanntes «Kleines Latinum» abzuschliessen. Aus Interesse und um sein Ausbildungsprofil noch zu verstärken, wählt er ab der dritten Klasse das Ergänzungsfach Philosophie. In der vierten Klasse muss er nicht zwingend zusätzlich ein kantonales Wahlfach besuchen, da das Absolvieren des «Kleinen Latinums» ihn davon entbindet. (Wer das «Kleine Latinum» absolviert, besucht in der vierten Klasse fünf Wochenlektionen Latein. Deshalb wird ausnahmsweise dieses Freifach als Kantonales Wahlfach anerkannt.)